Der 16. August 1858 war ein großer Tag für die weltweite Kommunikation: Damals nahm das erste Transatlantikkabel zwischen der Südwestküste Irlands und Neufundland seinen Betrieb auf. Vier Jahre hatte die Altantic Telegraph Company daran gebaut, dann war es endlich so weit, Königin Victoria konnte ein erstes Telegramm zwischen den Kontinenten übermitteln. Obwohl das Projekt schlussendlich wenig erfolgreich war, gilt es noch heute als wichtiger technischer Meilenstein, den Meta nun weit übertreffen will.

Das erste Kabel ging durch Überspannung kaputt
Die Übertragungsgeschwindigkeit des ersten transatlantischen Telegraphenkabels fiel niedriger aus als erwartet. Die Signalqualität verschlechterte sich in den folgenden Tagen sogar nach, und nach drei Wochen versuchten es die Betreiber mit höherer Spannung. Das Resultat: Das Kabel ging kaputt, die Leitung war tot. Vorher hatte immerhin die Übertragung von ungefähr einem Byte Morsecode pro zwei Minuten geklappt, eine wahre Revolution, die die Menschheit nur noch befeuerte, weiterzumachen. Aus einem einzigen, nun defekten Kabel, wurde innerhalb von knapp 20 Jahren ein weltweites Netz, das Großbritanniens damaliges Reich verknüpfte. Die Leitungen reichten bis nach Indien. Heute existieren über 600 Unterseekabel, nicht mehr fürs Telegrafieren, sondern für unsere digitalen Daten.
Das neue Kabel soll 50.000 Kilometer lang sein
Zuckerbergs Meta-Konzern, ehemals Facebook, möchte nun mit einem Hochleistungs-Glasfaserkabel fünf Kontinente verbinden. Es soll 50.000 Kilometer lang sein, also fast 10.000 Kilometer länger als der Umfang der Erde. Die USA, Brasilien, Australien, Indien und Südafrika werden, wenn alles gut läuft, damit noch näher zusammenrücken. Das neue Kabel soll mit 24 Faserpaaren über eine besonders große Kapazität verfügen, es wird in einer Tiefe von bis zu 7 Kilometern liegen.
In flacherem Gewässer plant der Konzern, die Leitung zu vergraben, um es vor absichtlichen oder versehentlichen Beschädigungen zu schützen. In alten Zeiten bestanden Seekabel aus Kupfer, umwickelt von mächtigen Stahlkabeln, die als Panzerung dienten. Darüber schlossen sich Schichten wasserdichten Materials an. Heute übertragen viel leichtere Glaserfaserkabel Laserimpulse statt Elektrizität. Damit die Welt verbunden bleibt, auch dann noch, wenn die Satelliten versagen.
Quelle: newatlas.com