Im schweizerischen Laufenburg, ganz nah am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich, soll die weltweit größte Batterie installiert werden. Sie wird mehr als zwei Stunden lang eine Leistung von 500 Megawatt bereitstellen können, wenn es wetterbedingte Engpässe im Stromnetz gibt, Sonne und Wind also schwächeln. Umgekehrt wird sie Strom speichern, wenn die Erneuerbaren zu viel produzieren. Die Batterie wird also mehr als 1000 Megawattstunden liefern können. Bisher ist eine chinesische Batterie mit einer Kapazität von 400 Metern der Rekordhalter.


Bild: Flexbase

Verknüpfung von drei nationalen Netzen

In Laufenburg sind die Stromnetze der drei benachbarten Staaten innig miteinander verbunden, sodass alle profitieren werden. Pufferbatterien sorgen dafür, dass wetterbedingte Differenzen Zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ausgeglichen werden, ohne dass fossile Kraftwerke einspringen müssen.

Rechenzentrum am gleichen Standort

Investor ist das Technologieunternehmen FlexBase in Laufenburg. Geldgeber für das mehrere Milliarden Schweizer Franken teure Projekt seien ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatinvestoren aus Deutschland, Schweiz und Österreich, so das Unternehmen, das am gleichen Standort auch ein Rechenzentrum errichtet, das vor allem den zusätzlichen Bedarf für Anwendungen der künstlichen Intelligenz abdecken soll. Die Server werden wassergekühlt.


Batterie mit zwei Aufgaben

Der Speicher soll in verschiedenen Segmenten des Strommarkts eingesetzt werden. Einerseits soll er am Stromhandel teilnehmen, also Strom aufnehmen, wenn er an der Börse billig verfügbar ist und wieder abgeben, wenn er teuer ist. Andererseits soll der Speicher auch Regelenergie zur Stromnetzstabilisierung liefern und ferner als Notstromaggregat für den Betrieb des angrenzenden Rechenzentrums dienen.

Strom wird in Form von Flüssigkeiten gespeichert

Anders als die meisten Batterien, die im Strommarkt eingesetzt werden, setzt Flexbase statt auf Lithium-Ionen- oder Bleibatterien auf ein Redox-Flow-Aggregat. Dieses speichert Energie in Form von zwei leicht unterschiedlich aufgebauten Elektrolyt-Flüssigkeiten, die in externen Tanks gelagert werden. Beim Auf- und Entladen werden diese Flüssigkeiten durch die Batterie gepumpt. Sie strömen aneinander vorbei, wobei sie nur durch eine Membran getrennt sind, die Ionen in die eine oder andere Richtung passieren lässt, je nachdem, ob auf- oder entladen wird.

Gigantische Dimensionen

Die Kapazität des Speichers wird im Wesentlichen von der Größe der Elektrolyte-Tanks bestimmt. In diesem Fall werden sie gigantisch sein. Die insgesamt 960 Behälter fassen 260 Millionen Liter. Das Gebäude, in dem sie einschließlich der Batterie untergebracht werden, wird 240 >Meter lang, 80 Meter breit und 30 Meter hoch sein, zudem 25 Meter in die Tiefe reichen. 2028 soll die Batterie in Betrieb gehen.

 

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